«Alle Jahre wieder»
Jeweils mit Freude nehmen wir die Annonce für das Ex-Konflager zur Kenntnis. Die Vorbereitung läuft mittlerweile relativ routiniert ab, ist es ja auch bereits unser sechstes Lager. Der Menuplan ist wie ein ungeschriebenes Gesetz kaum veränderbar. Freitags gibt es Spagetti Bolognese und zum Nachtisch Schokoladen- und Vanillecreme. Als kulinarischer Höhepunkt folgt am Samstag jeweils das traditionelle Käsefondue mit anschliessendem Fruchtsalat.
Freitagmorgens geht es dann los. Mit gepackten Taschen trifft man sich am Bahnhof. Nach gut zwei Stunden Reise haben wir unser Ziel erreicht. Das Skigebiet Metsch-Elsigenalp. Unser Gepäck wird glücklicherweise in unser Chalet gebracht, welches direkt an der Piste liegt. Anschliessend steht einem aufregenden Skitag nichts mehr im Wege. In den letzten sechs Jahren konnten wir stets von gut präparierten Pisten und fast ausnahmslos grosszügigem Sonnenschein profitieren.
Mittags trifft man sich im Bergrestaurant, um gemeinsam zu essen. Gestärkt geht es erneut ab auf die Piste. Neigt sich der Tag dem Ende entgegen, so wird es auch für uns Zeit, sich ins gemütliche Chalet zurückzuziehen. Dort angekommen, muss als erstes das ganze Haus kräftig aufgeheizt werden. Aufgewärmt vom Feuer geht es ab in die Dusche. Es kann vorkommen, dass dabei nicht jeder in den Genuss von warmem Wasser kommt. Diese Tatsache tut der Chaletromantik jedoch keinen Abbruch. Sie gehört vielmehr zum Lager mit dazu.
Damit es dann auch etwas zu Essen gibt, nimmt sich eine Gruppe dem Kochen an. Dabei kann es schon mal zu lustigen Situationen kommen. Mit einer Prise Humor gelingt das Essen ja sowieso besser. Und so sitzen wir alle im Aufenthaltsraum, diskutieren und lassen uns das Gekochte schmecken. Nach dem Abwasch startet eine offene Diskussion über ein, in der Vorbereitung ausgesuchtes, Thema. So diskutierten wir die vergangenen Jahre beispielsweise über Drogen, Gewalt oder das Internet und dessen soziale Netzwerke.
Abgerundet werden die zwei Abende mit dem Dessert und verschiedenen Gemeinschaftsspielen bei einem wärmenden Feuer. Alphüttenromantik pur!
Wen die Müdigkeit allmählich überkommt, der geht ins Bett und so lichtet sich der Aufenthaltsraum mit fortschreitender Stunde. Die letzten sitzen bis nach Mitternacht beisammen und geniessen den Abend.
Die Zeit vergeht wie im Flug. Und so ist bald auch schon wieder Sonntag. Am Morgen wird die ganze Hütte geputzt. Anschliessend geht es ein letztes Mal auf die Piste. Gegen vier Uhr treten wir die gemeinsame Heimreise an. Im Bus nach Frutigen hat man die Gelegenheit, das ganze Weekend noch Mal Revue passieren zu lassen. Wie auch dieses Jahr, vergingen die Tage immer zu schnell. Aber wir wissen, wir kommen nächstes Jahr wieder!
Verfasst von einigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern