Wir sind signiert!

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Liebe Leserinnen und Leser

Nach einem Besuch oder einer kurzen Begegnung verabschieden wir uns mit guten Wünschen. «Alles Gute», «A Dieu» oder «Bhüet di Gott», sprechen wir uns zu. Zum Abschluss wünschen wir uns Gutes. Am Abschluss des Gottesdienstes steht der Segen. Der Gottesdienst wird in jeder christlichen Konfession mit dem Segen beschlossen. 

Was aber ist Segen? Woher kommt das Wort? Das Wort kommt vom lateinischen «signare». Dh. «etwas bezeichnen», «etwas mit einem Zeichen versehen». Ganz genau heisst es: «das Zeichen des Kreuzes machen», «sich bekreuzigen» oder «sich besegnen». Wir kennen das aus den katholischen und orthodoxen Kirchen, dass man sich bekreuzigt und so besegnet. 

Aber auch die reformierte Pfarrschaft nimmt ja in der Regel beim Spenden des Segens mit erhobenen Händen die Kreuzigungsgeste ein und drückt so aus: Der gekreuzigte Christus segnet uns, d.h. er nimmt uns unter seine Obhut und seinen Schutz. Wir werden im Segen signiert, bezeichnet. Es wird uns damit wirkmächtig heilvolle Kraft zugesprochen. Der wohl bekannteste Segen steht im vierten Buch Mose. «Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden». (4. Mose 6, 24).

Wenn wir solcherart gesegnet sind, brauchen wir nicht zu resignieren! Denn wir sind durch Gott selber signiert (gesegnet). 

Ein Pfarrkollege berichtete einmal über eine Erfahrung mit dem Schlusssegen im Gottesdienst. 

«Eine Frau erschien nach einem Gottesdienst bei mir, um mir in bewegten Worten für diesen Gottesdienst zu danken. Sie habe seit vielen Jahren keine Kirche mehr von innen gesehen, aber heute habe ihr die Verzweiflung bis zum Hals gestanden, sie habe ständig mit Selbstmordgedanken kämpfen müssen, und da sei sie einfach den Glocken gefolgt und habe die Kirche aufgesucht. Sie müsse ehrlich gestehen, dass sie sich zunächst gar nicht wohl gefühlt habe, alles sei ihr so fremd und ungewohnt gewesen. Auch von der Predigt habe sie leider wenig verstanden, sie sei wohl zu sehr mit sich selbst beschäftigt gewesen. Schon habe sich ihrer ein tiefes Enttäuschungsgefühl bemächtigt, aber da, ganz am Schluss, da habe sie mich mit erhobenen Händen vorne stehen sehen, und da habe ich etwas gesagt, was sie wie ein Lichtblitz getroffen habe, und auf einmal sei ein ganz tiefer Friede in ihr eingekehrt, das Gefühl, dass ihr ja eigentlich doch nichts passieren könne. Es sei ein Gefühl gewesen, wie sie es seit ihrer Kindheit nicht mehr erlebt habe, und sie möchte doch gern, dass ich ihr das aufschreibe, was ich da gesagt habe, es sei etwas mit einem leuchtenden Angesicht gewesen und vom Frieden, und sie habe an den Erzengel Michael denken müssen, als sie mich da so habe stehen sehen. Wenn ich ihr jetzt die wenigen Worte, die sie so tief getroffen haben, aufschreiben würde, dann könnte sie das sicher auswendig lernen und sie sei sicher, dass sie besser mit ihren Schwierigkeiten würde umgehen können, wenn sie sich diese Worte ins Gedächtnis riefe».

Die Worte die, die Frau so getroffen haben sind die Worte des alten Segens: «Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden». (4. Mose 6, 24).

Sich diese Worte aufschreiben zu lassen und auswendig zu lernen, war sicher eine gute Idee von ihr. 

Ich wünsche Ihnen allen einen gesegneten Frühsommer!

Pfr. Patrick Moser


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Gesucht: Person für Leitungsteam

Für das Leitungsteam des Spielnachmittags in Studen wird eine engagierte Person gesucht. Wenn Sie Freude am Spielen und Organisieren haben und gerne Zeit mit älteren Menschen verbringen, dann sind Sie genau die Person, die wir suchen!

Seit vielen Jahren werden für Seniorinnen und Senioren unterhaltsame Jass- und Spielnachmittage angeboten. Jeden dritten Montagnachmittag im Monat treffen sich die Spielfreudigen im Kirchgemeinderaum in Studen (von 14.00 bis ca. 17.00 Uhr).

Mit viel Eifer und Freude wird gejasst und andere Gesellschaftsspiele gespielt.

Danach findet sich Zeit zum geselligen Zusammensein. Gemütlich sitzt die Spielgruppe bei einer Tasse Kaffee oder Tee und geniesst den feinen, selbstgebackenen Kuchen.

 

Bei Interesse bitte melden bei:
Anna Lang, T. 032 373 35 85
sozialdiakonie@buerglen-be.ch